Disposition

Die Seifert-Orgel von 2013 (III/51) in der Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren

Hauptwerk (I) C-a³ Positiv (II) C-a³
Principal 16' Principal 8'
Principal 8' Copel 8'
Hohlflöte 8' Quintade 8'
Biffara ab c° 8' Violoncello 8'
Gamba 8' Octave 4'
Flaut travers 8' Blockflöte 4'
Octave 4' Quinte 2 2/3'
Spitzflöte 4' Flöte 2'
Quinte 2 2/3' Terz 1 3/5'
Superoctave 2' Quinte 1 1/3'
Terz 1 3/5' Mixtur VI 1 1/3'
Mixtur IV 2' Clarinette 8'
Cymbel III 1' Tremulant
Trompete 8'
Tremulant
Schwellwerk (III) C-a³ Pedal C-g¹
Violone 16' Untersatz 32'
Flûte traversière 8' Principalbass 16'
Doppelgedackt 8' Subbass 16'
Salicional 8' Octavbass 8'
Unda maris ab c° 8' Gedacktbass 8'
Viole d'amour 4' Choralbass 4'
Flûte octaviante 4' Posaune 16'
Nazard 2 2/3' Trompete 8'
Piccolo 2'
Tierce 1 3/5' Koppeln:
Sifflet 1' II/I; III/I; III/II;
Mixtur IV 2' I/P; II/P; III/P; super III/P
Fagott 16' Mechanische Spieltraktur und Koppeln
Trompette harmonique 8' Elektrische Registertraktur, Setzer
Hautbois 8'
Voix humaine 8' Temperierung:
Clairon 4' Bach-Kellner modifiziert
Tremulant

Erbauer: Fa. Romanus Seifert, Kevelaer
Intonation: Andreas Saage, Bernd Reinartz und Jacques Hanss
Disposition: Traugott Mayr, Andreas Saage

Die neue Orgel der Dreifaltigkeitskirche wurde 2013 von Orgelbau Romanus Seifert & Sohn in Kevelaer erstellt.

Für ihr klangliches Konzept waren folgende Überlegungen maßgebend:
Die transparente Akustik des mittelgroßen Kirchenraums sowie die Aufstellung der Orgel über dem Altarraum begünstigt die Wiedergabe barocker Orgelmusik. Dementsprechend wurde ein barockes Konzept verwirklicht, das sich an Vorbilder mitteldeutscher und süddeutscher Orgeln aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts anlehnt. Eine Besonderheit dieses Stils ist die reichhaltige Palette von differenzierten Klangfarben im Grundstimmenbereich, die erweiterte Möglichkeiten im gottesdienstlichen Orgelspiel und bei Begleitaufgaben bieten und die mit ihrem warmen, espressiven Fond gleichzeitig eine Brücke zur Romantik und Symphonik schlagen. Hier schlieflt das Schwellwerk mit seinen fein abgestuften Flöten- und Streicherstimmen sowie dem Ensemble der romantischen Zungenstimmen nahtlos an.

Die Intonation beeindruckt gemäßdem barocken Grundkonzept durch die Klarheit und Charakteristik der Pfeifenanprache, gleichzeitig wird ein hoher Verschmelzungsgrad im Ensemble erreicht. Dadurch läßt sich auf diesem Instrument einerseits eine stilreine Wiedergabe barocker Orgelmusik verwirklichen, andererseits auch romantische und symphonische Orgelliteratur überzeugend darstellen. Besonders beeindruckend ist Klangfülle, Klarheit und Strahlkraft des gravitätischen 16-Fuß-Plenums sowie die delikaten Einzelregister.